
Antikes Nisa
Nisa ist eine antike Stadt rund 15 Kilometer westlich von Aschgabat. Heute sind nur noch Ruinen und Reste der Festungsmauern erhalten, doch vor 2.000 Jahren war sie eines der wichtigsten Zentren der Zivilisation in Zentralasien und zeitweise sogar Hauptstadt des Partherreichs.
Der Name Nisa bezeichnet zwei Festungsstädte, die 1,5 Kilometer voneinander entfernt liegen: Alt-Nisa und Neu-Nisa. Die Festungsmauern von Alt-Nisa sind 9 Meter hoch und 1.500 Meter lang und besitzen 43 Türme und eine Bastion.
Archäologische Bauten
Innerhalb der Festung haben Archäologen folgende Bauten identifiziert:
- Quadratisches Haus: im hellenistischen Stil erbaut
- Quadratischer Saal: mit mächtigen tragenden Säulen
- Runder Tempel: zoroastrische Kultstätte
- Rotes Gebäude: mit Fresken geschmückt
Sie wurden im hellenistischen Stil mit Elementen der örtlichen Kultur errichtet. Die Innenwände waren mit Fresken verziert, und mächtige Säulen trugen die Decken. Obwohl die Architektur Ähnlichkeiten mit altgriechischen Traditionen aufwies, gab es in Alt-Nisa auch zoroastrische Tempel.
Berühmte Fundstücke
Bei Ausgrabungen kamen zahlreiche Objekte zutage, am berühmtesten sind die Statue der Rhodogune und kunstvoll geschnitzte Rhyta aus Elfenbein (Trinkgefäße). Diese Funde sind im Staatlichen Museum Turkmenistans in Aschgabat ausgestellt.
Im Jahr 2007 wurde dieses bemerkenswerte Denkmal der Antike in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen.
Lage
15 km westlich von Aschgabat, Turkmenistan
Entstehung
Vor über 2.000 Jahren gegründet